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Bitpanda und Coinfinity sind AML5-konform

Die österreichischen Krypto-Broker Bitpanda und Coinfinity erfüllen die neuesten Anti-Geldwäsche Richtlinien der EU – doch was bedeutet das für den Kunden?

Gestern, am 10.01.2020, ist die letztmögliche Frist für betroffene Payment-und FinTech-Unternehmen abgelaufen, die neuen AML5 Richtlinien der EU vollständig zu erfüllen.

So gab es, wie erwartet, die entsprechenden Infos von den österreichischen Krypto-Brokern, sowohl vom in Wien ansässigen Unternehmen Bitpanda, als auch von der Coinfinity GmbH aus Graz. Laut einem Bericht der Kleinen Zeitung, sind Bitpanda und Coinfinity, neben der Kurant GmbH, die derzeit einzigen Krypto-Unternehmen in Österreich, welche diese Anforderungen erfüllen.

Was ist AML5?

Die AML5 Richtlinie wurde am 19. Juni 2018 von der EU veröffentlicht und ist mit 09.Juli 2018 in Kraft getreten, als letztmögliche Frist zur Umsetzung wurde der 10. Januar 2020 gesetzt. AML5 ist als Anti-Geldwäsche Richtlinie zu verstehen (AML = Anti Money Laundering). Demnach müssen u.a. Plattformen (wie in diesem Fall Broker) und Wallet Anbieter für Kryptowährungen präventive Maßnahmen treffen, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu vermeiden. Diese Neuerungen betreffen allerdings nicht nur Krypto-Unternehmen, sondern allgemein die Payment-und FinTech-Branche.

Im Kern geht es vor allem darum, dass man die Nutzung und die Ausgabe von „E-Geld Produkten“ an anonyme User stark einschränken möchte, um illegale Aktivitäten zu vermeiden. So wurden unter anderem die maximale Grenze zur Ausgabe von anonymen E-Geld gesenkt, sowie anonyme Zahlungen stark eingeschränkt. Eine Pressemitteilung dazu gibt es auch auf der Website der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA).

Das KYC-Verfahren

So muss nun jeder User bei Bitpanda und Coinfinity ein umfangreiches KYC-Verfahren abschließen. KYC bedeutet „Know Your Customer“ und ist, simpel ausgedrückt, eine ausführliche Identitätsüberprüfung.

Dies funktioniert beispielsweise per Video, bei welchem man mit Webcam am PC oder via Smartphone Kamera, mit einem bevollmächtigten Mitarbeiter einer Plattform interagiert. Während der Sitzung muss man z.B. seinen Reisepass zeigen und auch Fragen beantworten. Dies funktioniert sehr gut und ist üblicherweise in 5-10 Minuten erledigt. Bei Coinfinity gibt es außerdem noch die Möglichkeit persönlich im Grazer Büro zu erscheinen, um sich verifizieren zu lassen. Bitpanda bietet lt. Homepage noch eine „Light Verifizierung“ an, welche nicht ganz so umfangreich ausfällt, allerdings auch Einschränkungen bei der Nutzung der Plattform mit sich bringt.

KYC Verfahren sind für Investoren und Krypto-User nichts neues, die Verschärfung der Richtlinie könnte allerdings bei so manchem User für Unmut sorgen. Bei div. ausländischen Unternehmen, vor allem außerhalb des EU-Raums, muss man kaum Details bekannt geben, um entsprechende Assets kaufen zu können.

Was denkt die Krypto-Community darüber?

In der Krypto-Community stößt man dabei auf geteilte Meinungen zu diesem Thema. So fürchten einige User, dass dies ein zu großer Einschnitt in die Privatsphäre sein könnte, wenn man zu viele Daten bekannt geben muss. Außerdem sind viele Leute gerade deshalb von virtuellen Währungen so begeistert, da sie einen gewissen Grad an Anonymität bieten, was sich durch eine zu genaue Identitätsprüfung wieder relativieren könnte.

Der Vollständigkeit halber muss man allerdings festhalten, dass man nur anonym (bzw. pseudonym) bleibt, solange die eigene Adresse des Krypto-Wallets nicht bekannt ist. Kennt man von jemandem die Walletadresse, kann man sämtliche Transaktionen auf der Blockchain einsehen und de facto zurückverfolgen. Dies gilt, mit ein paar Ausnahmen, für die meisten Kryptowährungen und Krypto-Token. Dies sind auch die Bedenken, die Kritiker bezüglich der bevorstehenden staatlichen Kryptowährung aus China haben, da diese wohl nicht so anonym oder pseudonym sein könnte, wie sie beworben wird.

Viele Community Mitglieder sehen die Änderungen aber durchaus positiv, da es den Eindruck macht, dass Kryptowährungen und die ganze Krypto-Branche langsam erwachsen werden. Krypto-Assets, Bitcoin & Co. werden anscheinend mittlerweile auch von der Politik ernst genommen. Selbst die deutsche Bundesregierung beschäftigt sich bereits mit der Blockchain und ihren Vorteilen. Die Deutsche Bank Research hat sogar einen Bericht veröffentlicht, in welchem festgehalten wird, dass Kryptowährungen bis zum Jahr 2030 unser gewohntes Fiat-Geldsystem ersetzen könnten.

So verdichten sich allem Anschein nach die Zeichen, dass Kryptowährungen, Krypto-Assets und die Blockchain auf dem besten Weg sind, von der Masse der Leute akzeptiert und somit Teil unseres Alltags zu werden.

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