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G7: Stablecoins gefährden Finanzstabilität

G7 Arbeitsgruppe bewertet Stablecoins als Risiko für Finanzsysteme und beschreibt die Herausforderungen, die sich daraus ergeben könnten.

Das Financial Stability Board (FSB) ist zum Schluss gekommen, dass „globale Stablecoins“ ein Risiko für das globale Finanzsystem darstellen könnten, berichtete BBC am 13. Oktober.

Dem Artikel zufolge hat die G7-Arbeitsgruppe einen Bericht verfasst, der die potenziellen Vorteile und Herausforderungen skizziert, welche ein globaler Stablecoin bringen könnte. In dem Schreiben, das an die Finanzminister der G20 und die Gouverneure der Zentralbanken gerichtet war, sagte der Vorsitzende des FSB, Randal Quarles, dass selbst wenn Unternehmen die regulatorischen Bedenken berücksichtigen, dies möglicherweise nicht ausreicht, um eine Genehmigung zu erhalten. Dabei erklärte er:

„Die G7 sind der Ansicht, dass kein Stablecoin-Projekt in Betrieb genommen werden sollte, bis die rechtlichen, regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Herausforderungen und Risiken angemessen behandelt wurden. Die Behandlung dieser Risiken ist nicht unbedingt eine Garantie für die behördliche Zulassung eines Stablecoin-Arrangements.“

Im Schreiben wird eingeräumt, dass die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten zuvor zugegeben haben, dass Kryptoanlagen kein Risiko für die globale Finanzstabilität darstellen. Es wird jedoch betont, dass „globale Stablecoins“ mit ihren eigenen „zahlreichen Herausforderungen“ für die Regulierungsbehörden einhergehen.

Die Liste der Themen umfasste Steuerhinterziehung, Datenschutz und -sicherheit, AML/KYC-Konformität, Marktintegrität und fairen Wettbewerb.

Auch wenn Facebooks Libra im Brief nicht erwähnt wurde, könnte dieser neue Bericht dem Projekt weitere Schwierigkeiten bereiten.

Der Stablecoin Libra hat, seit seiner Ankündigung im Juni, einen ständig zunehmenden Druck von den Regulierungsbehörden erfahren. Nun könnte er laut dem Schreiben nicht genehmigt werden, selbst wenn er alle regulatorischen Anforderungen erfüllt.

Durch diesen Druck verlor Libra einige seiner Partner. PayPal zog sich am 4. Oktober aus der Libra Association zurück, während Visa, Mastercard, eBay, Stripe und Mercado Pago eine Woche später selbiges taten.

Mark Zuckerberg, Gründer und CEO von Facebook, wird Ende dieses Monats an einer Anhörung vor dem U.S. House of Representatives Financial Services Committee teilnehmen, um Facebooks Libra-Projekt zu verteidigen.

Die Kongressabgeordnete Maxine Waters, eine bekannte Kritikerin des Projekts, hat einen Gesetzentwurf mit dem Titel „Keep Big Tech Out of Finance Act“ verfasst, der es großen Unternehmen verbieten soll, als Finanzinstitute in den USA zugelassen zu werden.

Quellenangabe: ChainBulletin

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