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Innovation geht laut Jack Ma in Europa verloren

Alibaba-Mitbegründer Jack Ma behauptet, dass Regulierung die Innovationsfähigkeit europäischer Unternehmer einschränkt. Bestätigen die Statistiken seine Bedenken?

Alibaba Mitgründer Jack Ma hielt kürzlich eine Rede auf der Viva Technology-Konferenz in Paris, wo er sich besorgt über eingeschränkte Innovation in Europa äußerte. Mit seinen eigenen Worten: „Europa macht sich Sorgen um die Technologie… bei allem, worüber sie nachdenken, beginnen sie sich Sorgen zu machen. Wenn sie sich Sorgen machen, erlassen sie Regeln und Gesetze.“

Und tatsächlich kämpfen europäische Start-Ups im Hightech-Bereich. Obwohl Europa einige der ranghöchsten Universitäten der Welt beheimatet, kann es bei der Innovation in der Praxis nicht mithalten. Von 120 Unicorn-StartUps im Jahr 2018, sind nur 14 in Europa ansässig. Fünf von ihnen haben ihren Sitz im Vereinigten Königreich, das voraussichtlich aus der EU ausscheiden wird, wobei Brexiter den regulatorischen Alptraum als einen ihrer Hauptgründe bezeichnen. Ein weiteres Start-Up hat seinen Sitz in der Schweiz – einem Land, das nicht die Absicht hat, der EU beizutreten.

Zu den anderen acht gehören ein Travel Aggregator, der sich vom Erfolg seiner bereits funktionierenden US-Konkurrenten inspirieren ließ, ein modernes und verbessertes Last.fm Spin-Off, ein E-Commerce-Händler für Mode und Schuhe sowie zwei Uber-Konkurrenten.

Die Gründung eines Milliardenunternehmens, in einer bereits gesättigten Nische, erfordert eine immense Arbeitsmoral und Hingabe und ist eine außergewöhnliche Leistung, die Lob und Bewunderung verdient.

Es ist jedoch schwierig, den Mangel an erfolgreichen europäischen Start-Ups zu ignorieren, die durch den Blick über den Tellerrand ganz neue Branchen schaffen könnten. Mit Ausnahme von Revolut scheint es keinen mutigen Versuch zu geben, traditionelle Geschäftsfelder zu verändern. An mutigen Unternehmern, die sich auf das gewagte Abenteuer einlassen, den Status quo in Frage zu stellen, mangelt es sicherlich nicht, aber im Gegensatz, zu den USA und asiatischen Ländern, schaffen es ihre Start-Ups nicht auf die Unicorn-Liste.

Weniger als 12% der Unicorn-StartuUps sind in Europa ansässig, und fast alle von ihnen sind regionale Alternativen zu bereits etablierten Innovatoren aus den USA oder China.

Wenn es um die Blockchain geht, sind einige Muster fast identisch – Großbritannien, die Schweiz und Estland sind die beliebtesten Ziele für europäische ICO-Unternehmer. Nach einem kurzen Blick, durch die Liste der EU-ICO-Projekte auf dem EU-Festland, ist es gelungen, ein paar zu finden, die zwar in Europa aktiv entwickelt wurden, aber offiziell auf den Cayman Islands registriert sind. Viele Projekte beanspruchen für PR-Zwecke ein europäisches Herkunftsland, während alle Kryptowährungsgeschäfte, wie das ICO selbst, aufgrund übertriebener Vorschriften, über ein Offshore-Unternehmen abgewickelt werden. Und dennoch, wenn wir die drei oben genannten technologiefreundlichen Länder ausschließen, sind die europäischen ICOs deutlich weniger zahlreich als beispielsweise russische ICOs.

Die Unterbindung einiger legitimer Blockchain-Projekte von der Geschäftstätigkeit in der EU, könnte von einigen als vernünftiger Kompromiss angesehen werden, wenn die „problematischen“ Vorschriften ihren ursprünglichen Zweck, die Betrugsbekämpfung, erfüllen. Die größten Kryptowährungsbetrügereien und Ponzi-Systeme wurden jedoch durch Unternehmen begangen, die in der Europäischen Union gegründet wurden- Bitconnect in Großbritannien und OneCoin in Bulgarien.

Während Artikel 13 kürzlich im Rampenlicht stand, indem dieser zum bisher umstrittensten, technikbezogenen EU-Vorschlag wurde, gibt es zahlreiche andere, welche die Endverbraucher nicht direkt betreffen. Allerdings kann es ebenso schädlich sein, Unternehmen, die Innovation zeigen, davon abzuhalten, auf dem europäischen Kontinent produktiv zu sein, nicht nur für Unternehmer, sondern auch für Verbraucher. Und obwohl nicht alle Schuldzuweisungen auf die Regulierungsbehörden gerichtet sein sollten, wirft Jack Ma sicherlich stichhaltige Argumente auf, die es zu beachten gilt, damit Europa aufholen kann. Wie Statistiken zeigen, gibt es noch viel Nachholbedarf.

Quelle: Chainbulletin

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