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Santander digitalisierte 20 Millionen Dollar Anleihehandel auf Ethereum

Das Santanders Management ist sich der großen technologischen Innovation bewusst und räumt ein, dass das Beste noch bevorsteht.

Spaniens größtes Bankinstitut, Santander, kündigte an, das erste Unternehmen zu sein, das eine öffentliche Blockchain einsetzt, um jeden Teil einer Anleihe zu verwalten und sie damit vollständig zu digitalisieren.

Am vergangenen Donnerstag verwendete Santander einen Token auf Ethereum, um eine Emission in Höhe von 20 Millionen US-Dollar abzubilden und wickelte dies anhand anderer ERC-20-Token ab, die Bargeld in einem Depotbank-Account abbilden sollten.

Zuvor versuchte die Weltbank, eine analoge Blockchain-Anleihe auszugeben, tat dies aber mit Hilfe einer privaten Ethereum-Netzwerkversion. Die Societe Generale gab ebenfalls eine ähnliche Anleihe im öffentlichen Ethereum-Netzwerk aus, teilte aber keine Informationen über die Geldbestände im Hauptbuch.

Santander ist im Grunde genommen das erste Unternehmen, welches die, üblicherweise mit Bargeld verbundene, Abwicklung dieser Art von Geschäften digital durchführt. Dennoch hat Santander, wie die Societe Generale auch, die Anleihe an sich selbst ausgegeben, ohne Beteiligung externer Investoren. John Whelan, Santander’s Head of Digital Investment Banking, teilte seine Ergebnisse mit:

„Es ist ein evolutionärer Schritt… Es gibt noch keine Sekundärmärkte aber wir sind auf dem richtigen Weg.“

Ist es ein finanzieller oder technischer Erfolg?

Antonio Torio, Head of Funding bei Santander, erläuterte die Aktivität als „Echtgeld-Pilotprojekt“ und verwies darauf, dass es sich bei der Transaktion um eine Plain-Vanilla-Anleihe mit einer Laufzeit von einem Jahr, einem Standardsatz von 1,98% und vier quartalsweisen Zinskupons handelt.

Torio teilte seine Ansicht über das oben erwähnte Dilemma:

„Für Santander ist dies eher ein Thema der technologischen Innovation als ein reines Finanzthema. Wir betrachten dies als einen wichtigen ersten Schritt, dem komplexere Transaktionen folgen werden.“

Die Aktion begann am Freitag der Vorwoche und endete am Dienstag. Whelan merkte an, dass die „Cash-Seite“ „als Treuhandkonto in einem Smart Contract auf der öffentlichen Ethereum-Blockchain aufbewahrt wurde, bis der Emittent die Transaktion unterschrieben und die Blockchain angewiesen hatte, die „Ausgabe gegen Zahlung“ durchzuführen, woraufhin Barmittel und Anleihen „gleichzeitig und unwiderruflich“ getauscht wurden.“

Dieser Erfolg eröffnet natürlich viele Möglichkeiten, wie z.B. ob Santander mit vollwertigen digitalen Assets wie Bitcoin oder Ether arbeiten könnte. Darauf antwortete Whelan zustimmend, bemerkte aber:

„Als Bank sind wir nicht direkt an Kryptowährungen interessiert. Die Technologie ist die gleiche aber wir und unsere Kunden, sind am traditionellen Dollar, Euro und Pfund interessiert – das ist unser Geschäftsfeld.“

Wer war noch beteiligt?

Santander war mit diesem Versuch jedoch nicht alleine, da sie Hilfe von Nivaura erhielt, einem in London ansässigen Technologieanbieter, in den Santander in der Vergangenheit investierte.
Avtar Sehra, CEO von Nivaura, teilte ebenfalls seine Meinung bezüglich der Ergebnisse:

„Das ist nicht wirklich die Digitalisierung einer Anleihe. Alles, was man wirklich tut, ist, den Prozess für die Registrierung und Abwicklung zu digitalisieren – und selbst beim Abwicklungsteil löst man nur das halbe Problem, weil man kein Geld auf der Blockchain hat.“

Nivaura war bei dieser Aufgabe sehr wichtig, da sie alle mit einer Emission verbundenen Dokumente und Vereinbarungen in einer Form digitalisiert haben, dass die Daten verschlüsselt werden konnten. Anschließend kann jede Partei nur noch bestimmte Teile eines Dokuments sehen – im Gegensatz zum Versand von PDFs per E-Mail.

Laut Sehra ist dies die anstehende Innovation:

„Sie (Santander) sagten: „Lasst uns den gesamten Prozess digitalisieren“. Wir machen jetzt nicht die Anleihekonstruktion auf die altmodische Weise, indem wir Daten manuell und unsicher in eine Blockchain eintragen, um sie zu tokenisieren und dasselbe mit Bargeld. Das ist absurd.“

Er fügte hinzu:

„Die Santander-Abwicklung ist der erste wirklich digitale Front to Back-Abwicklungsprozess, der relevante Daten sicher zur Tokenisierung von Vermögenswerten und Bargeld verwendet, um On-Chain-Abwicklungen und Zinszahlungen zu ermöglichen.“

Dieser Fall ist nur ein weiterer Hinweis darauf, dass die Bankenwelt beginnt, zumindest den größeren Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung zu vertrauen. Auch in unseren Breiten schreitet das Interesse an der Blockchain-Technologie im Bankensektor langsam voran – die Deutsche Bank hat bereits die ersten Schritte in diese Richtung getan.

Quellenangabe: ChainBulletin

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