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SEC Beweise bringen Telegram nach 1,7 Mrd. ICO unter Druck

Mindestens zwei Unternehmen berechneten Telegram Provisionen für den Weiterverkauf der Token, mehrere Monate nach dem ersten ICO, wie neu veröffentlichte Dokumente der SEC zeigen.

Wie Coindesk berichtete, hat die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) neue Dokumente, während ihres laufenden Gerichtsverfahrens gegen Telegram, eingereicht. Die SEC erklärt, dass die Beweise für die Post-ICO-Verkäufe das Argument des Unternehmens, wonach das Offering von der Registrierungspflicht befreit gewesen wäre, zunichte machen.

Der Investmentfonds Da Vinci Capital und eine andere Organisation namens Gem Limited, forderten Provisionen in Höhe von 209.783 USD bzw. 1,1 Millionen USD für „Folgeverkäufe“ von Kaufvereinbarungen für GRAM, die zukünftigen Token von Telegrams Blockchain-Projekt TON, wie die Unterlagen zeigen.

Laut den von der SEC vorgelegten Rechnungen, verkaufte Da Vinci Capital am 20. Juni 2018 GRAM im Wert von über 2 Millionen Dollar an einen Fonds, der von seiner Portfoliofirma ITI Funds verwaltet wird. Gem Limited verkaufte am 2. Juli 2018 GRAM im Wert von 7,8 Millionen Euro (8,6 Millionen Dollar) an eine Firma namens Goliat Solutions und 4,5 Millionen Dollar an Space Investments Limited.

Beide Verkäufe fanden nach Abschluss des Offerings von GRAM statt, das im Februar und März 2018 über die Bühne ging und laut Telegram von der Registrierungspflicht gemäß Verordnung D befreit war.

Der Investment Director von Da Vinci Capital, Denis Efremov, lehnte eine Stellungnahme ab. Gem Limited stand zum Zeitpunkt der Berichterstattung für eine Stellungnahme ebenso nicht zur Verfügung.

Diese Unterlagen reihen sich ein in einen riesigen Fundus von Dokumenten ein, welche die SEC beim U.S. District Court for the Southern District of New York eingereicht hat, um ihre Behauptung zu stützen, dass GRAM illegal, als nicht registrierte Wertpapiere, verkauft wurden – was Telegram zurückgewiesen hat.

In einem früheren SEC Dokument steht wie folgt, im Bezug auf die Rechnungen:

„Diese Dokumente untergraben die Begründung von Telegram, dass das Offering gemäß Verordnung D. befreit war. Entweder hat Telegram mehr als 1,7 Milliarden Dollar eingenommen, für die es eine Befreiung beansprucht hat oder sie haben bis zum 29. März 2018 keine 1,7 Milliarden Dollar eingenommen und die nachfolgenden Gelder könnten durch Underwriter aufgebracht worden sein“

Die SEC argumentiert, dass der Emittent gemäß Verordnung D angemessene Schritte unternehmen müsse, um sicherzustellen, dass die Käufer nicht als gesetzliche Underwriter agieren (d.h. keine Wertpapiere für den Emittenten gegen Provisionen verkaufen), sagte Philip Moustakis, ein Anwalt bei Seward & Kissel und ehemaliger Senior Counsel bei der SEC.

Die Aufsichtsbehörde sagt, dass die Unternehmen, die Telegram Rechnungen gestellt haben, in diesem Fall aber genau das getan haben. Der Messenger Anbieter argumentiert jedoch, dass die Provisionen quasi ein „Finderlohn“ für Nicht-US-Personen und -Einrichtungen war, welchen diese für die Vermittlung von GRAM an andere Investoren bekommen haben, sagte Moustakis.

Telegram sammelte im Februar und März 2018 1,7 Milliarden Dollar beim Vorverkauf zukünftiger Token des TON-Projekts. Der Kaufvertrag untersagte den Investoren den Weiterverkauf ihrer GRAM Token, dennoch entstand bald ein Sekundärmarkt. Allerdings gab es bisher keine offiziellen Hinweise, dass das Unternehmen den späteren Verkäufen zugestimmt hat.

Die SEC verklagte Telegram im Oktober und forderte die Markteinführung von TON zu stoppen. Die Regulierungsbehörde wird Telegram am 18. und 19. Februar vor Gericht begrüßen.

In der Zwischenzeit forderte die SEC die vollständigen Bankaufzeichnungen von Telegram, was die Erlöse aus dem Token Sale betrifft. Am 9. Januar bat Telegram den Richter, dem Unternehmen fünf bis sieben Wochen für die Vorbereitung der Dokumente zu gewähren, um eine Verletzung der Privatsphäre zu vermeiden.

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