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SWIFT: Wells Fargos Stablecoin ist besser

Das Unternehmen verwendet die Corda Enterprise-Software von R3, um interne Buchungsvorgänge zu verwalten – das soll besser funktionieren als SWIFT.

Der amerikanische Finanzdienstleister Wells Fargo hat herausgefunden, dass ihre Blockchain, die für interne länderübergreifende Geldtransfers verwendet wird, schneller und leistungsfähiger ist als SWIFT, das populäre globale Kommunikationssystem.

Wells Fargo Digital Cash, das vergangenen Dienstag angekündigt wurde, übernimmt R3s Corda Enterprise-Software. Diese Software verwaltet interne Buchungsvorgänge während einer Transaktion, vom Konto eines Zahlungspflichtigen, zum Konto des Zahlungsempfängers, innerhalb derselben Bank.

Lisa Frazier, Leiterin von Wells Fargos Innovationsabteilung, erklärte:

„Wenn wir Geld um die ganze Welt bewegen und Währungen umtauschen müssen, müssen wir auf Drittparteien wie SWIFT und andere Banken zurückgreifen. Der Prozess ist langwierig und jedes Mal, wenn es eine Verbindung zu externen Parteien gibt, braucht es Zeit, Energie und Aufwand.“

Die Verwendung der neuen Methode ermöglicht es der Bank, Gelder 20 Stunden am Tag zu überweisen. Dies ist eine deutliche Steigerung zur bisherigen Geschwindigkeit von Banküberweisungen: 6 bis 9 Stunden täglich, an fünf Tagen pro Woche.

Frazier fasste zusammen:

„Es ist schneller als SWIFT, billiger und definitiv effizienter.“

Aktuell muss für Buchungen, zwischen Zweigniederlassungen in verschiedenen Länder, SWIFT verwendet werden. Bei internen Buchungen, innerhalb eines Landes, ist dies nicht notwendig.

Nach einem erfolgreichen Proof-of-Concept geht dieses Blockchain-Projekt im nächsten Jahr in die Pilotphase und ermöglicht laut Frazier „diesen Standorten den Tausch digitalen Geldes untereinander“.

Wells Fargo’s digitales Geld wird 1:1 mit der analogen Variante, wie J.P. Morgans JPM Coin, gesichert. Frazier erklärte:

„Wir werden die Fiat-Währung aufbewahren, also ist es ein Stablecoin, und wir werden digitale Cash-Token ausgeben. Diese Token werden in digitale Wallets eingelagert und können dann umgetauscht werden.“

Wells Fargos Geschäftsentwicklung

Wie Frazier sagte, ist Wells Fargo seit 2016 mit Begeisterung an externen (unter Einbeziehung anderer Finanzinstitute) Blockchain-Tests beteiligt, wollte aber gleichzeitig interne Anwendungsfälle für die Distributed Ledger-Technologie (DLT) realisieren. Sie gab weitere Details bekannt:

„Ich denke, die Überraschung ist, dass wir bei unseren Umbuchungen eine wirklich solide interne Anwendung für DLT gefunden haben. Damit straffen wir den Buchungsprozess und reduzieren den Einsatz von Vermittlern, die zu einer zeitlichen Verzögerung der Abwicklung führen können. Dafür erweitern wir das Zeitfenster für grenzüberschreitende Abrechnungen von Devisengeschäften.“

SWIFT hat noch keine Stellungnahme abgegeben, arbeitet aber auch gemeinsam mit R3 an einigen Projekten. Dazu gehört ein Proof of Concept zur Anbindung von GPI (Global Payment Initiative) an Corda und die Ermöglichung einer „Off-Ledger“ Zahlungsabwicklung. Die Ergebnisse des PoC werden auf der Sibos 2019 veröffentlicht.

Wells Fargo beabsichtigt vorerst nicht, seine digitalen Münzen an externe Systeme anzubinden. Ein Pressesprecher bemerkte hierzu:

„Corda Enterprise von R3 wurde als Plattform für unser erstes Enterprise DLT-Netzwerk ausgewählt, nicht CordaSettler… „Wells Fargo Digital Cash ist ein interner Abrechnungsdienst, der nicht mit anderen potenziellen digitalen Geldlösungen in Verbindung gebracht oder verbunden wird, die heute auf den Finanzdienstleistungsmärkten auftauchen.“

Auch der ehemalige Bankdirektor und Mitbegründer des Fintech-Unternehmens Sila äußerte sich dazu:

„Große Banken sind so unglücklich darüber, dass sie SWIFT wie jeder andere nutzen müssen, sodass sie praktisch nicht zwischen „innerhalb“ und „außerhalb“ von Banken unterscheiden. Ein Coin kann helfen. Aber es ist ein Anzeichen von Verzweiflung.“

Ähnlichkeit mit dem JPM-Coin

Auf den ersten Blick ähnelt Wells Fargos digitales Geld dem Coin von JPM, der mit Quorum geschaffen wurde. Quorum wurde von J.P. Morgan entwickelt und ist quasi eine privat ausgerichteten Alternative zu Ethereum. J.P. Morgans Führungskräfte bemerkten, dass, obwohl er für den Einsatz zwischen Kunden geplant war, der Coin zur Finanzierung von Enterprise Blockchain-Projekten Verwendung finden wird. JPM ist mit 344 Banken innerhalb seines Interbank Information Network (IIN), das Quorum verwendet, äußerst zufrieden.

Was die Zukunftspläne von Wells Fargo betrifft, deutete Frazier an:

„Irgendwann in der Zukunft wird es interoperable Netzwerke geben. Wenn diese neuen Technologien aus einer Entstehungsphase hervorgehen, können alle möglichen Dinge passieren.“

Quellenangabe: ChainBulletin

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