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Zentralbanken könnten in Zukunft mit der Ausgabe digitaler Währungen beginnen

Agustin Carstens, Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, erklärte, dass Zentralbanken in Zukunft ihre eigenen digitalen Währungen ausgeben müssen.

Zentralbanken müssten in Zukunft digitale Währungen ausgeben, teilte der General Manager der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Agustin Carstens, am 30. Juni in einem Interview mit der Financial Times (FT), mit.

Sein Statement kommt kurz nachdem Facebook seine Pläne, zur Schaffung des eigenen Stablecoins Libra bekannt gegeben hat. Carstens meinte gegenüber FT, dass die BIZ die Zentralbanken der Welt bei ihren Bemühungen unterstützt, digitale Währungen auf der Grundlage von Fiat-Staatswährungen zu erforschen und zu entwickeln. Er meinte weiters gegenüber der FT:

„Viele Zentralbanken arbeiten daran, wir arbeiten daran und unterstützen sie. Und es könnte sein, dass es früher ist, als wir denken, dass es einen Markt gibt, und dass wir in der Lage sein müssen, digitale Währungen der Zentralbank bereitzustellen.“

In den letzten Jahren haben Carstens und andere Zentralbanker die „erste Welle“ von Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum abgelehnt, kritische Kommentare und Berichte darüber abgegeben. Der Hauptgrund für ihre Kritik war die Volatilität dieser Kryptowährungen im Vergleich zum traditionellen Fiatgeld. Die Ankündigung von Facebooks Libra, eines Stablecoins, der an einen Währungskorb gebunden werden soll, scheint jedoch ihre Aufmerksamkeit erregt zu haben. Als er über das Libra Projekt sprach, sagte Carstens der FT:

„Die Frage ist, wie wird die Währung verwendet? Wird es Informationen oder Daten geben, die bei der Kreditvergabe verwendet werden können und wie wird der Datenschutz gewährleistet? Eine sehr einfache Möglichkeit, dies zu regeln, besteht darin, mit den Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche zu beginnen. Das sind aktuelle und sehr offensichtliche Bedenken.“

Ein aktueller Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) scheint seine Aussage zu bestätigen, dass Zentralbanken möglicherweise bald digitale Währungen ausgeben müssen. Der IWF und die Weltbank führten eine Umfrage zum Thema Fintech durch, die von den Finanzinstituten von 96 der 189 Mitgliedsländer beantwortet wurde. Nach den Ergebnissen der Umfrage überlegen bereits mehrere Zentralbanken, eine Form der Central Bank Digital Currency (CBDC) einzuführen. Berichten zufolge hat Uruguay bereits ein CBDC-Pilotprogramm gestartet, während andere Länder wie China, die Bahamas, die Währungsunion der Ostkaribik, Schweden und die Ukraine „kurz davor stehen“, deren eigene Systeme zu testen.

Die Motivation, eine CBDC anzubieten, scheint von Land zu Land zu differenzieren. Entwicklungsländer fokussieren sich darauf, Bankkosten zu senken und Banken für ihre, bis dato nicht zulässigen Kunden, besser verfügbar zu machen. Weiterentwickelte Volkswirtschaften hingegen scheinen auf die Schaffung einer Alternative zum Bargeld ausgerichtet zu sein, da dessen Verwendung in den letzten Jahren zu schwinden scheint.

Quellenangabe: ChainBulletin

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